Antrag umgesetzt: Gedenkstätte für Hatun Sürücü
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Mord an Hatun Sürücü entsteht in Spandau ein dauerhafter Ort des Erinnerns. Ihre Grabstelle auf dem Landschaftsfriedhof Gatow wurde umgebettet und wird neu hergerichtet, um sie langfristig als Gedenkstelle zu sichern. Damit setzt der Bezirk ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und gegen das Vergessen.
Auslöser war ein gemeinsamer Antrag von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der am 16. Oktober 2024 in der BVV-Spandau beschlossen wurde. Ziel war es, die Grabstätte als Ehrengrab des Landes Berlin anzuerkennen. Dies lehnte das Land ab, da die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt waren. Das Bezirksamt Spandau hat daraufhin einen eigenen Weg gewählt und sich entschieden, die Grabstätte selbst dauerhaft zu erhalten. In diesem Zusammenhang gilt ein besonderer Dank unserem Bezirksbürgermeister Frank Bewig und Bezirksstadtrat Thorsten Schatz für ihr großes Engagement bei der Umsetzung. Hatun Sürücü steht stellvertretend für Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt werden. Die Gedenkstätte soll somit nicht nur an ihr Leben erinnern, sondern auch zum Nachdenken anregen und ein deutliches Signal für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt senden.
Hierzu erklären Mitglieder der CDU-Fraktion Spandau:
Aida Spiegeler Castañeda, Vorsitzende des Ausschusses für Weiterbildung und Kultur:
„Die Gedenkstätte für Hatun Sürücü ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und Aufklärung. Sie macht sichtbar, dass hinter jedem Femizid eine Frau mit eigenen Lebenswünschen steht und wir jeglicher Form von Gewalt an Frauen entschieden entgegentreten müssen.“
Silke Lehmann, Sprecherin der CDU-Fraktion Spandau für Arbeit und Soziales:
„Mit der dauerhaften Sicherung der Grabstätte übernimmt der Bezirk Verantwortung für das Andenken von Hatun Sürücü und macht deutlich: Wir stehen an der Seite der Opfer und ihrer Familien und dulden keine Gewalt gegen Frauen.“