Wanderausstellung ?Was ich anhatte? in Spandau zeigen
Das Bezirksamt wird ersucht, die Wanderausstellung „Was ich anhatte“ auch in Spandau zu zeigen oder sich hilfsweise dafür einzusetzen, dass diese in Spandau gezeigt wird. Nach Möglichkeit soll der Ausstellungszeitraum zeitlich nah zum Weltfrauentag (8. März) oder dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen (25. November) liegen, um die Ausstellung – soweit möglich – mit einem ergänzenden Rahmenprogramm verbinden zu können, welches nach Möglichkeit gezielt auch Schülerinnen und Schüler einbindet. Zudem sollte sie an einem zentral gelegenen, gut zugänglichen Ort stattfinden, um möglichst viel Aufmerksamkeit und Publikumsverkehr zu generieren und nach Möglichkeit in in Kooperation mit relevanten Spandauer Anlauf- und Beratungsstellen durchgeführt werden.
Begründung:
Die Anzahl der Straftaten gegen Frauen und Mädchen, bspw. Femizide, häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, steigt weiterhin an, wie Lageberichte zu geschlechtsspezifischer Gewalt regelmäßig zeigen. Neben präventiven Angeboten und Anlaufstellen für Betroffene braucht es daher weitere Anstrengungen, um das Thema und seine gesellschaftliche Relevanz präsenter zu machen. Die Ausstellung „Was ich anhatte“ thematisiert unter anderem sexualisierte Gewalt anhand von Kleidung, macht die individuellen Erfahrungen von Betroffenen sexualisierter Gewalt sichtbar und trägt zur Enttabuisierung des Themas bei. Sie eröffnet einen Raum für Austausch sowie gemeinsame Lösungsansätze und wurde bereits erfolgreich in vielen deutschen Städten gezeigt. Zentrales Anliegen der Ausstellung ist es, die Botschaft zu vermitteln, dass die Schuld niemals beim Opfer liegt; dieser wichtige Aspekt soll herausgestellt werden. Daher wäre es sinnvoll, die Ausstellung auch nach Spandau zu holen.